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3. Schweiß-Sonderprüfung NÖ Landesjagdverband – ÖJGV „Dr. Peter Lebersorger – Gedenkprüfung“

3. Schweiß-Sonderprüfung
NÖ Landesjagdverband – ÖJGV
„Dr. Peter Lebersorger – Gedenkprüfung“

Der NÖ Landesjagdverband veranstaltete gemeinsam mit dem Österreichischen Jagdgebrauchshunde-Verband (ÖJGV), und dem Jagdhundeprüfungsverein Mistelbach in Stronsdorf eine Schweiß-Sonderprüfung mit Fährtenschuh nach der Prüfungsordnung für Einzelleistungen des ÖJGV. Diese Prüfung stand im Gedenken an Dr. Peter Lebersorger, der Ende letzten Jahres seiner schweren Erkrankung allzu für erlegen ist. Dr. Lebersorger unterstützte das Österreichische Jagdhundewesen über mehr als zwei Jahrzehnte. Durch seine Mitarbeit im Vorstand des Österr. Jagdgebrauchshunde-Verbandes konnten zahlreiche jagdkynologische Meilensteine verwirklicht werden. Er war selbst Jagdhundeführer und von der kontrollierten jagdlichen Leistungszucht im Jagdhundewesen überzeugt, um dem Anspruch der Weidgerechtigkeit und des Tierschutzes in der Jagdausübung gerecht zu werden.

Ein Weidmannsdank an die Jagdausübungsberechtigen folgender Reviere:
Groß Schweinbarth, Ofö Ing. Andreas Himmelbauer; Mistelbach, JL Franz Schreiber;
Glaswein, Mf. Dir. Otto Weichselbaum; Enzersdorf im Thale, Ofö Ing. Norbert Bader, dass ihre Reviere für diese selektive Schweißprüfung zur Verfügung stellten.

Die Fährten werden mit 0,1 l Schwarzwildschweiß mit Fährtenschuh getreten. Länge der Fährte mind. 1.200 Schritte, Stehzeit mind. 20 Stunden. Hier sind
vom Jagdgebrauchshund sowohl eine sehr gute Nasenleistung als auch der Fährtenwille und das sichere Halten der künstlichen Fährte verlangt. Der Hundeführer muss seinen vierbeinigen Jagdkameraden sehr gut kennen, ihn „lesen“, damit er einschätzen kann, ob er der künstlichen Schweißfährte folgt oder sich von Gesundfährten des Wildes ablenken lässt. Innerhalb von 60 Minuten soll das Nachsuchengespann am Ende der Fährte, bei der ausgelegten Schwarzwild-Schwarte, ankommen. Bestanden ist diese Schweißsonderprüfung dann, wenn der Hundeführer nicht mehr als drei Mal von der Fährte abgekommen ist und innerhalb des Zeitlimits beim Stück ankommt. Die Leistungsrichter begleiten das Nachsuchengespann und greifen nur ein, wenn dieses zu weit von der Fährte abgekommen ist.

Die Witterung am Prüfungswochenende war für diese Prüfung aufgrund der großen Hitze und Trockenheit in den letzten Monaten, sowohl beim Legen der Fährte, als auch am nächsten Tag bei der Fährtenarbeit, als nicht unbedingt einfach zu bezeichnen. Die äußerst warme Witterung war für Jagdhund und Jagdhundeführer eine Herausforderung.

Der Prüfungsleiter Präsident Mf. Johannes Schiesser konnte am Morgen des Prüfungstages 12 von 13 genannten Nachsuchengespannen begrüßen, die sich aus 12 verschiedenen Jagdgebrauchshunderassen zusammensetzten. In 6 Richtergruppen ging es nach den Begrüßungsansprachen und der musikalischen Umrahmung durch die Jagdhornbläsergruppe Großharras in die Prüfungsreviere.

Am frühen Nachmittag trafen die Prüfungsteilnehmer wieder im Standquartier ein. Zur Preisverteilung konnte Landesjägermeister-Stv. Mf. Albin Haidl begrüßt werden. Er betonte zum Abschluss der Prüfung, dass die Jagdhundearbeit in NÖ einen hohen Stellwert hat, dass der Jagdhund ein unverzichtbarer Helfer des Jägers ist und der NÖ Landesjagdverband den eingeschlagenen Weg, mit Jagdhunden aus kontrollierter jagdlicher Leistungszucht, auch in Zukunft beibehalten werde.

Bei der Preisverteilung überreichte Landesjägemeister-Stv. Mf. Albin Haidl und der Obmann des JHPV Mistelbach Mf. Otto Weichselbaum jedem erfolgreichen Hundeführer den Ehrenpreis, den „bronzenen Hundeführerbruch des NÖ LJV“.

Der Prüfungsleiter bedankte sich bei den Revierbesitzern für die tatkräftige Mithilfe, dass diese Prüfung zustande kommen konnte. Die Revierbesitzer bzw. Revierpächter stellten nicht nur das Revier zur Verfügung, sondern unterstützten beim Herstellen der Fährten und bei der Prüfung selbst.

Das Ergebnis der Prüfung liegt durchaus im Schnitt einer solchen Veranstaltung.
Das Ergebnis der Prüfung im Detail:
Genannt: 13 Hunde
Angetreten: 12 Hunde
Bestanden: 11 Hunde – 5 1. Preis, 4 2. Preise, 2 3. Preise
12 verschiedene Jagdhunderassen

Mit einigen gekonnt vorgetragenen Jagdmusikstücken des JHBG Großharras wurde diese gelungene „Dr. Peter Lebersorger-Gedenkprüfung“ beendet.

Die 4. Schweiß-Sonderprüfung des NÖLJV in Zusammenarbeit mit dem ÖJGV wird im Jahr 2020 stattfinden.


OEJGV_Ergebnisliste_Dr. Peter Lebersorger Gedenkprüfung.pdf
 

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