Der Verband

Die Geschichte des Verbandes

1883 wurde das „Österreichische Hundestammbuch“ von Mitgliedern der Jägerschaft gegründet, aus dem sich schließlich das heutige „Österreichische Hundezuchtbuch“ (ÖHZB) entwickelte.
Der Präsident des Niederösterreichischen Jagdschutzvereins war maßgeblich an der Konstituierung des „Österreichischen Hundezuchtvereines“ (ÖHZV) beteiligt, dessen behördliche Genehmigung er noch im Dezember 1883 erreichte. Der ÖHZV übernahm sodann die Weiterführung des Hundestammbuches, gab Reglements für Ausstellungen heraus sowie eine „Hühnerhunde-Prüfungsordnung“ und eine Ordnung für „Prüfungsschliefen“ der Erdhunde. Heute, 100 Jahre später, sind unsere Prüfungsordnungen hinsichtlich der Formalbestimmungen und der Prüfungsfächer mit diesen ersten Regulativen noch immer in den Grundzügen identisch.
In der Folge kam es zur Gründung von neun verschiedenen Jagdhunderassezuchtvereinen und alle traten dem ÖHZV bei. Auch Jagdvereine schlossen sich dem ÖHZV an und dokumentierten so ihre Verbundenheit mit dem kynologischen Verband.

Das wachsende Interesse, die zunehmenden Teilnehmerzahlen bei Jagdhundeprüfungen und die spezielle Aufgabenstellung brachten es mit sich, dass bereits 1897 der Antrag gestellt wurde, alle Vereine, welche Jagdhundeprüfungen veranstalten, zu einem Verband zusammenzuschließen.
Zunächst kam es aber nur zur Gründung einer „Delegiertenversammlung“. Diese hatte unter anderem Bestimmungen für „Suchen“ und „Schliefen“ zu erstellen, führte einen Prüfungsterminkalender, ernannte Richter und fällte Entscheidungen über allfällige Proteste bei Prüfungen.
Erst 1912 erfolgte die Gründung des „Österreichischen Suchenverbandes“.

Der engagierte Aufschwung dieser Jagdhundebewegung wurde durch den ersten Weltkrieg abrupt unterbrochen. Der Zerfall der Monarchie, der Wegfall der ehemaligen Kronländer und der wirtschaftliche Niedergang in der Nachkriegszeit zerstörte die erfolgversprechende Entwicklung. Nur langsam wurden nach Kriegsende die im „Österreichischen Suchenverband“ organisierten Vereine wieder aktiv. Der Name des Verbandes wurde in dieser Zeit auf „Österreichischer Jagdgebrauchshundeverband“ umgeändert.

Trotz der schwierigen wirtschaftlichen und politischen Verhältnisse, trotz der sozialen Umschichtungen in der Jägerschaft, blieb die Erkenntnis aufrecht, dass Jagd und Jagdhundewesen eine Einheit sind und nur miteinander ihre Ziele erreichen können.
Kaum hatten es eine Hand voll Idealisten geschafft, das österreichische Jagdhundewesen über Rassegrenzen hinweg zu organisieren, unterbrach der zweite Weltkrieg diese Aufbauarbeit.

Nach Kriegsende begann wieder ein Neuanfang, diesmal praktisch aus dem Nichts. Es herrschte bittere Not, es fehlte an allem. Die Österreicher durften die Jagd nicht ausüben, und trotzdem fanden sich wieder Idealisten, erfassten die wenigen noch vorhandenen Jagdhunde und begannen die Jagdhundezucht- und Prüfungsvereine zu aktivieren.

1946 wurde der „Österreichische Jagdgebrauchshundeverband“ wieder von der Vereinsbehörde amtlich bestätigt. Mit der Freigabe der Jagd auch für die Bürger unseres Landes kam der Aufschwung, begann die Aufwärtsentwicklung des Jagdhundewesens in Österreich!

Die Vielseitigkeit der Österreichischen Landschaft, von den Ebenen östlich des Neusiedlersees und des Marchfeldes über das waldreiche Mittelgebirge bis ins Hochgebirge im Westen unserer Heimat, finden wir auch in jagdlicher Hinsicht eine Vielfalt, welche kaum ein Land zu bieten hat.
Dieser artenreiche Wildstand erfordert höchst unterschiedliche Bejagungsarten und selbstverständlich auch ein vielseitiges Angebot von entsprechend veranlagten Jagdhunderassen.

Als Instrument für die Feststellung der jagdlichen Brauchbarkeit, sowie der Zuchteignung unserer Jagdhunde dienen in erster Linie unsere Anlagen und Leistungsprüfungen. Die jeweiligen Mindeststandards orientieren sich an den sich verändernden Gegebenheiten des Jagdbetriebes und den Erfordernissen der Zuchtauslese.
 

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