Verbandsprüfungen

XXXVI. ÖJGV Schweißprüfung 2016 Kärnten / Paternion

XXXVI. ÖJGV Schweißprüfung – Paternion, Kärnten


Die 36. Schweißprüfung des Österreichischen Jagdgebrauchshunde-Verbandes (ÖJGV) fand heuer am 15. Oktober 2016 in Paternion, Kärnten, in Zusammenarbeit mit dem Verein für Deutsche Wachtelhunde in Österreich statt.

Bei der Schweißprüfung des ÖJGV wurde zum zweiten Mal nach der Prüfungsordnung der Schweißsonderprüfung mit Fährtenschuh geprüft, wobei die künstliche Schweißfährte eine Mindestlänge von 1.200 Schritten bis 1.500 Schritten aufweist und 0,1 Liter Schweiß ausgebracht wird. Die Fährte wird mit Fährtenschuhen, an denen Schalen von Rotwild befestigt sind, hergestellt. Der Jagdhund orientiert sich primär an der Bodenverwundung durch diese Schalen und nur bedingt am Schweiß. Die Stehzeit der Fährten beträgt mindestens 20 Stunden, damit handelt es sich um eine sogenannte Übernachtfährte. Es können nur Jagdhunde teilnehmen, die im ÖHZB (Österr. Hundezuchtbuch beim ÖKV) eingetragen sind und lt. Prüfungsordnung § 6 Abs 5 bereits eine Schussprüfung (Wesensüberprüfung) erfolgreich abgelegt haben (Kopie des Zeugnisses und des Abstammungsnachweises/Ahnentafel ist der Nennung beizulegen). Das Mindestalter der Hunde beträgt (am Prüfungstag vollendet) 18 Monate. Kranke oder krankheitsverdächtige Hunde sowie hitzige Hündinnen sind zur Prüfung nicht zugelassen. Es kann pro Rasse ein Jagdhund vom jeweiligen Rassespezialverein genannt werden. Die Nennung erfolgt ausschließlich über den jeweiligen Verbandsverein. Der Hundeführer muss Inhaber einer gültigen Jahres-Jagdkarte eines Österreichischen Bundeslandes sein!
Die Hundeführer haben in einer dieser Veranstaltung entsprechenden Kleidung zu erscheinen. Alle, bei dieser Prüfung laufenden Jagdhunde, müssen eine gültige Tollwutschutzimpfung nachweisen. Impfpass und Abstammungsnachweis sind vorzulegen.


Als Prüfungsreviere standen das Eigenjagdrevier der Forstverwaltung Fosacri zur Verfügung.

Ein Weidmannsdank dem örtlichen Prüfungsleiter Georg Josef Egger, Graf Dr. Alvise Foscari sowie Herrn Forstdirektor DI Martin Straubinger mit ihren Helfern für die sehr guten Vorbereitungsarbeiten dieser Prüfungsveranstaltung.

Präsident Mf. Johannes Schiesser konnte am 14.10.2015 beim Begrüßungsabend, der musikalisch von der Jagdhornbläsergruppe St. Peter – Amlach unter Hornmeister Mario Hartlieb umrahmt wurde, die Leistungsrichter und Leistungsrichter-Anwärter, die Hundeführer und die Leitung der Forstverwaltung Foscari begrüßen, sowie den Landesjägermeister-Stv. der Kärntner Jägerschaft, Sepp Monz. Graf Dr. Alvise Foscari gab in seinen humorvollen Begrüßungsworten seine große Freude zum Ausdruck, dass die Forstverwaltung Foscari für diese Jagdhundeprüfung gewählt wurde. LJM-Stv. Monz betonte in seiner Begrüßungsrede die Wichtigkeit des ausgebildeten und geprüften Jagdhundes für die Jagdpraxis. Die Haltung von Jagdhunden als Jagdhelfer ist nicht nur eine gesetzliche, ethische Verpflichtung, sondern der Jagdhund ist darüber hinaus auch treuer Begleiter und Gefährte nicht nur für den Jäger, sondern meist auch im Familienverband.

Die Verlosung der Prüfungsfährten bildete den Schluss des offiziellen Teils des Begrüßungsabends.

Am Prüfungstag war das Wetter für die Prüfung optimal, nämlich feucht, kein Wind und milde Temperaturen. Jedoch gab es bis in die frühen Morgenstunden ergiebigen Regen.

Zum Prüfungsbeginn im Hof des Schlosses Paternion konnten von Präsident Mf. Johannes Schiesser und Graf Dr. Alvise Foscari alle 17 genannten Prüfungsgespanne willkommen geheißen werden. Nach der Begrüßung durch die Jagdhornbläsergruppe erfolgte die Vorstellung der zu dieser Prüfung erschienen Jagdhunderassen.

Nach der Gruppeneinteilung ging es in das ca. 9.000 ha große Prüfungsrevier.
Es standen sehr selektive Fährten zur Verfügung.

Die Ergebnisbekanntgabe der 36. Schweißprüfung des ÖJGV erfolgte im Hof des Schlosses Paternion.
Von den 17 genannten Jagdgebrauchshunden mit ihren Hundeführern sind alle angetreten, wobei 10 diese Prüfung erfolgreich bestanden haben. Aufgrund einiger Verleitfährten und der Distanz der Fährtenarbeit, auf dem nicht immer einfachen Fährtenverlauf, ist dieses Ergebnis sehr zufriedenstellend.

Prüfungsleiter Präsident Mf. Johannes Schiesser sowie der Obmann des Vereines für Deutsche Wachtelhunde in Österreich, Georg Egger, überreichten den erfolgreichen Jagdgebrauchshundeführern nicht nur Urkunde und Zeugnis, sondern auch das neue Abzeichen „ÖJGV SPFS“, sowie ein Präsent der Kärntner Jägerschaft und des Deutschen Wachtelhundevereins. Ein Weidmannsdank gilt dem Richterkollegium für ihr objektives Richten, allen Revierführern und Prüfungshelfern sowie dem Hotel Kärntner Stub´n für ihre Umsorgung am Begrüßungsabend.
Ein Weidmannsdank gilt der Fa. Kahles als diesjährigen Sponsor.

Als Leistungsrichter waren tätig:
Ing. Leopold Ivan, Mf. Ofö Wilfried Manhart, Mf. Konrad Bratengeyer, Mag. Sebastian Winter, Mag. Lore Offenmüller, LHR Gerald Hopfgartner, Hansjörg Reisinger, Mf. Wolfgang Kogler, Sebastian Hochradl, Mf. Franz Lehner
Mf. Helene Göbl, Bernhard Pichlkastner, Bernhard Littich, Josef Mair
Ursula Hochleitner, Eric Leitner, Georg Egger, Mf. Ofö Ing. Erich Kauderer, Mf. Johannes Schiesser

Als Leistungsrichter-Anwärter:
Heinz Hofer, Jasmine Schnitzhofer, Andrea Zorn, Tanja Solderer, Martin Baier,
Harald Weixelbraun, Christian Sieberer, Gabriel Logar

OEJGV_SPFS Paternion_Ergebnis_2016.pdf
Präsident Schiesser beim grünen Abend
 

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