Österreichisches Leistungsbuch für Jagdhunde

Statistik über die Eintragungen in das ÖLBJ

Anlässlich der jährlichen Generalversammlung des Österreichischen Jagdgebrauchshundeverbandes werden Statistiken aus dem ÖLBJ veröffentlicht, die das vorangegangene Prüfungsjahr zahlenmäßig aufbereiten und auch langjährige Tendenzen aufzeigen.

In einem Zeitraum von zehn Jahren werden im Durchschnitt jährlich ca. 3.600 Jagdhunde in das Österreichische Hundezuchtbuch (ÖHZB) eingetragen. Davon absolvieren ca. 310 Jagdhunde pro Jahrgang die höchstwertige Prüfung ihrer Rasse, das sind zirka 9 Prozent. Bei den einzelnen Rassen gibt es Schwankungen von 0,8 Prozent bis etwa 30 Prozent bei der Teilnahme an den höchstwertigen Prüfungen. Dies ist einerseits durch das Verhältnis Welpenanzahl pro Jahr/Prüfungsanzahl begründbar, andererseits haben Jagdhunderassen, die fast ausschließlich in Jägerhänden stehen, eine höhere Prüfungsbeteiligung aufzuweisen.
Bei einem detaillierterem Blick auf das ÖLBJ werden jährlich zirka 450 Gebrauchs-, Haupt- oder Vollgebrauchsprüfungen eingetragen. Hier sind auch Mehrfachführungen berücksichtigt. Der Anteil der Vorstehhunde beträgt bei diesen Prüfungen etwa 50 Prozent, der der Bracken zirka 20 Prozent, Stöber- und Apportierhunde zirka 5 Prozent, Schweißhunde zirka 7 Prozent und Erdhunde zirka 18 Prozent.

Diese Prüfungen erstrecken sich in den meisten Fällen über einen Zeitraum von zwei Tagen. In den einzelnen Prüfungsordnungen sind die Fächer genau definiert, die der Jagdhund der entsprechenden Rasse oder Rassengruppe als sein Fachgebiet nahezu perfekt beherrschen sollte, um nach bestandener Prüfung ein typischer Rassevertreter in der Jagdpraxis zu sein.
Vor allem in den letzten 10 Jahren haben sich viele Verbandsvereine, sowohl Rassespezialvereine als auch Allgemeine Prüfungsvereine, intensiv der Ausbildung der Junghunde und damit auch automatisch der „Erstlingsführer“ angenommen. Heute hat jeder Jagdhundeführer die Möglichkeit in seinem Bezirk in fast ganz Österreich einen Hundeführerkurs zu besuchen. Auch die Zucht der Jagdhunderassen hat sich entsprechend weiterentwickelt, sodass im Großen und Ganzen gute Jagdhunde zur Verfügung stehen. Dass dies nicht bei allen Rassen gleich ist, und es auch innerhalb der Rassen unterschiedlichste Zucht- und Prüfungsergebnisse gibt, liegt in der Natur der Sache. Die Zucht ist nur bedingt lenkbar, denn die Gene alleine sind es nicht, die einen guten Jagdhund ausmachen. Auch der hundeführende Jäger muss bei der Arbeit mit dem Jagdhund sein Talent und sein Wissen beweisen.
 

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