Verbandsprüfungen

2. Schweiß-Sonderprüfung NÖ Landesjagdverband - ÖJGV

2. Schweiß-Sonderprüfung NÖ Landesjagdverband - ÖJGV

Der NÖ Landesjagdverband veranstaltete gemeinsam mit dem Österreichischen Jagdgebrauchshunde-Verband (ÖJGV), und dem Österreichischen Schweißhundeverein (ÖSHV) in Ottenstein-Waldreichs eine Schweiß-Sonderprüfung mit Fährtenschuh nach der Prüfungsordnung für Einzelleistungen des ÖJGV.

Ein Weidmannsdank der Windhag´ schen Stipendienstiftung für Niederösterreich Forstamt Ottenstein - unter der Leitung von FD Dipl.-Ing. Richard Hackl - für die zur Verfügungstellung des Reviers Ottenstein-Flachau für diese selektive Schweißprüfung.

Die Fährten werden mit 0,1 l Schwarzwildschweiß mit Fährtenschuh getreten. Länge der Fährte mind. 1.200 Schritte, Stehzeit mind. 20 Stunden. Hier sind
vom Jagdgebrauchshund sowohl eine sehr gute Nasenleistung als auch der Fährtenwille und das sichere Halten der künstlichen Fährte verlangt. Der Hundeführer muss seinen vierbeinigen Jagdkameraden sehr gut kennen, ihn „lesen“, damit er einschätzen kann, ob er der künstlichen Schweißfährte folgt oder sich von Gesundfährten des Wildes ablenken lässt. Innerhalb von 60 Minuten soll das Nachsuchengespann am Ende der Fährte, beim ausgelegten Stück Schwarzwild, ankommen. Bestanden ist diese Schweißsonderprüfung dann, wenn der Hundeführer nicht mehr als drei Mal von der Fährte abgekommen ist und innerhalb des Zeitlimits beim Stück ankommt. Die Leistungsrichter begleiten das Nachsuchengespann, und greifen nur ein, wenn dieses zu weit von der Fährte abgekommen ist.

Die Witterung am Prüfungswochenende war für diese Prüfung aufgrund der großen Hitze, sowohl beim Legen der Fährte, als auch am nächsten Tag bei der Fährtenarbeit, als nicht ideal zu bezeichnen. Die äußerst warme Witterung war für Jagdhund und Jagdhundeführer eine Herausforderung.

Der Prüfungsleiter Präsident Mf. Johannes Schiesser konnte am Morgen des Prüfungstages 8 von 10 genannten Nachsuchengespannen begrüßen, die sich aus 7 verschiedenen Jagdgebrauchshunderassen zusammensetzten. In 5 Richtergruppen ging es nach den Begrüßungsansprachen und der musikalischen Umrahmung durch die Jagdhornbläsergruppe Waldviertel in die Prüfungsreviere.

Am frühen Nachmittag trafen die Prüfungsteilnehmer wieder im Standquartier ein. Zur Preisverteilung konnte Landesjägermeister-Stv. Mf. Albin Haidl begrüßt werden und betonte zum Abschluss der Prüfung, dass die Jagdhundearbeit in NÖ einen hohen Stellwert hat, dass der Jagdhund ein unverzichtbarer Helfer des Jägers ist und der NÖ Landesjagdverband den eingeschlagenen Weg, mit Jagdhunden aus kontrollierter jagdlicher Leistungszucht auch in Zukunft beibehalten werde.

Bei der Preisverteilung überreichte Landesjägemeister-Stv. Mf. Albin Haidl und der Obmann des ÖSHV, FD Dipl.-Ing. Wolfgang Reiter jedem erfolgreichen Hundeführer den Ehrenpreis, den „bronzenen Hundeführerbruch des NÖ LJV“.

Der Prüfungsleiter bedankte sich bei den Revierbesitzern für die tatkräftige Mithilfe, dass diese Prüfung zustande gekommen ist. Die Revierbesitzer bzw. Revierpächter stellten nicht nur das Revier zur Verfügung, sondern auch die tatkräftige Mithilfe, beim Herstellen der Fährten und bei der Prüfung selbst.

Das Ergebnis der Prüfung liegt durchaus im Schnitt einer solchen Veranstaltung.

Mit einigen gekonnt vorgetragenen Jagdmusikstücken des Jagdhornensembles Krems wurde diese gelungene Prüfungsveranstaltung beendet.

Die 3. Schweiß-Sonderprüfung des NÖLJV in Zusammenarbeit mit dem ÖJGV wird im Jahr 2018 stattfinden.

Das Ergebnis der Prüfung im Detail:
Genannt: 10 Hunde
Angetreten: 8 Hunde
Bestanden: 6 Hunde – 3 1. Preis, 1 2. Preise, 2 3. Preise
7 verschiedene Jagdhunderassen

Ergebnisliste

OEJGV_Ergebnisliste_Pruefung-2182(6).pdf
 

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